Amerikanische Präsidenten und ihre deutschen Kanzler

 [Nachfolgendes Kapitel aus dem Buch „Sklaven ohne Ketten“ ist aus dem Jahr 2009 – für den Amazon-Kindle ist ein aktuelles Update hiererhältlich.]

 

“What kind of assent do we seek? Not a Pax Americana, imposed on a universe by American weapons of war….” John F. Kennedy

Der amerikanische Präsident John F. Kennedy an seinem Arbeitsplatz im Oval Office. Und sein Sohn (Foto AP)

Der Schriftsteller und Historiker Webster Tarpley sagt, Kennedy sei der letzte Präsident der USA gewesen, der die Interessen des Volkes im Sinn hatte, die Präsidenten danach, inklusive Präsident Obama, wären von der Wirtschaft und Wall Street eingesetzt und gesteuert.

[1] Kennedy setzte sich gegen die Interessen der Wall Street und gegen die großen Ölfirmen für neue Sozialrechte ein,[2] er wollte die amerikanische Bundesbank wieder unter staatliche Kontrolle bringen und[3] brachte mit der Executive Order 11110 ein Gesetz ein, dass es der Regierung ohne Verschuldung bei der privaten Federal Reserve Bank erlaubt hätte, Geld in Umlauf zu bringen. Kennedy brachte ein Gesetz ein, wonach Frauen für gleiche Arbeit auch gleicher Lohn zusteht, und er unterzeichnete ein Gesetz, dass es den schwarzen Amerikanern erlaubte, gleichberechtigt amerikanische Universitäten zu besuchen, er ließ gegen den Ku-Klux-Clan vorgehen und ließ die Nationalgarde dafür sorgen, dass die Schwarzen gleichberechtigt Schulen besuchen konnten. Kennedy unterzeichnete den ersten Bann von Atomwaffentests und er wollte, dass Israels Atomwaffen zerstört werden.[4] Er wollte die CIA auflösen und alle Soldaten aus Vietnam zurückholen. Er lud die damalige Sowjetunion ein, den Flug zum Mond gemeinsam zu projektieren.[5] Kennedy setzte sich für weltweit geltende Rechte ein, die durch internationale Zustimmung abgesichert werden sollten. Er trat für eine finanzielle und politische Stärkung der UN ein. Sie sollte ein internationales Sicherheitssystem werden, mit dem zwischenstaatliche Streitigkeiten auf der Basis international anerkannten Rechts geklärt werden könnten.

“requiring not that any man adore his neighbour, usually that they live together in mutual tolerance, submitting their disputes to only and pacific settlement.” … “Even a many antagonistic nations can be relied on to keep those covenant obligations that are in their possess interest.”

Kennedy wollte Werte des Friedens und des Rechts realisieren, er wollte ein friedliches Land, kein kriegerisches: [6]

“A peaceful, not war-like, people – thereby augmenting a honour and indebtedness with that we were hold around a world, thereby creation us some-more secure, a reduction expected aim for rancour and attack.”

Die Ära von Kennedy stellte aber nur einen mutigen Hoffnungsschimmer zwischendurch dar. Die Morde an John F. Kennedy, an seinem Bruder Robert Kennedy und an Martin Luther King läuteten die Wende nur allzu deutlich ein. Während Kennedy eine Friedenspolitik wollte, will die heutige amerikanische Regierung eine imperiale und unipolare Beherrschung der Weltressourcen, eine Beherrschung der Welt auf allen Gebieten. Sie nennen das „full spectrum dominance“ und der Präsidentenberater Brzezinski erklärt, dass auf den vier Schlüsselbereichen der Macht: militärisch, wirtschaftlich, technologisch und kulturell, kein anderes Land die USA überholen dürfe.[7]

Es waren nicht die USA, welche die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglichten, sondern das war die Sowjetunion unter Gorbatschow. Der damalige Präsident Michael Gorbatschow hatte für sich eingesehen, dass man vom Prinzip der Planwirtschaft Abschied nehmen musste, dass man alles umkrempeln müsste, dass man Glasnost und Peristroika nach innen braucht und dass man die Armeen aus den besetzten Ländern zurückziehen muss. Die Sowjetunion gab Ostdeutschland frei und sie zogen ihr Militär aus der DDR ab.[8] Die Amerikaner blieben.

Nach dem Zusammenbruch des Sowjetsystems wurden die USA zur einzigen und vorherrschenden Supermacht der Welt. Auf dem Grunde des heutigen amerikanischen Regierens steht eine alte Behauptung:

„All such scholars were to be initial swayed and afterwards assured that group of special talent and smarts have a right to order those reduction means on a belligerent that a masses don’t know what is best for them fiscally, mentally, and spiritually.”

Schon Präsident Wilson meinte 1919 einen Unterschied zwischen zivilisierten und nicht zivilisierten Völkern machen zu können: [9]

„Völker, die noch nicht in der Lage sind, sich selbst zu leiten, sind von zivilisierten Völkern so zu erziehen, dass sie sich selbst leiten können.“

Aber was ist denn nun ein unzivilisiertes Volk? Galt das für die Indianer? Gilt das für die Deutschen? Anhand welcher Kriterien sollte denn nun entschieden wird, welches Volk da zivilisiert ist und welches nicht? Ist es der Konsum von Cola und Hamburgern anstatt von Brot und Bier oder Tee und Reis?

Der Inhalt einer Rede des US-Generals und späteren US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower spiegelt die heraufziehende charakterliche Veränderung der USA in diesem Szenario wieder.[10] Im Jahre 1946 gab Eisenhower als oberster General eine strategische Anweisung an seine Führungskräfte, mit der die Basis für eine Zusammenarbeit von Militär, Industrie, Wissenschaft, Universitäten und faktisch allen Bereichen des öffentlichen Lebens gelegt wurde. Er war sich aber der entstehenden Gefahren für den Weltfrieden bewusst, wenn die Beschäftigungsrate der Menschen und die Profite der Firmen zu einem großen Teil davon abhingen, dass Kriegsmaterial gebraucht und bestellt wird. Im Januar 1961 wies er als Präsident in seiner Abschiedsrede darauf hin, dass 3 ½ Mio Amerikaner in der Rüstungsindustrie arbeiteten und diese mehr Kapitalgewinne erzielte als alle anderen Industrien der Vereinigten Staaten. Er sprach dann die folgende Warnung aus:

“In a counsels of Government, we contingency ensure opposite a merger of uncalled-for influence, either sought or unsought, by a Military Industrial Complex. The intensity for a catastrophic arise of unnoticed energy exists, and will persist. We contingency never let a weight of this multiple discredit a liberties or approved processes. We should take zero for granted. Only an warning and associating citizenry can enforce a correct meshing of a outrageous industrial and troops machine of invulnerability with a pacific methods and goals so that confidence and autocracy might pullulate together.”

Als nachfolgender US-Präsident hielt John F Kennedy wenige Monate später, im Apr 1961, eine bemerkenswerte Rede vor der amerikanischen Presse und warnte vor einer Verschwörung von mächtigen Strippenziehern im Hintergrund, die versuchten über eine geheime Zusammenarbeit von Militär, Geheimdienst und Politik und mit dem Einsatz größter Geldmittel entscheidenden Einfluss auf die Politik zu nehmen. Man würde mit Methoden der Infiltration und verdeckten Operationen arbeiten und versuchen, das Volk einzuschüchtern, um Zensur und Überwachung einführen zu können. Er sagte „Our approach of life is underneath attack!“[11] Er wollte die Presse für eine offene Berichterstattung zur Aufdeckung und öffentlichen Diskussion gewinnen. Doch er blieb mit seinem Vorhaben auf der Strecke. Das zeigte sich vierzig Jahre später, als sich der Milliardär David Rockefeller in einer Rede bei Zeitungsverlegern bedankte:

“Wir sind den grossen Zeitungsverlagen wie The Washington Post, The New York Times, Times Magazine und anderen guten Medien und deren Verlagchefs die an unseren Treffen teilgenommen haben sehr dankbar, dass sie ihr Versprechen die Beschlüsse und Absichten in den letzten 40 Jahren geheim zu halten, auch eingehalten haben. Es wäre unmöglich gewesen unseren Plan für die Welt umzusetzen, wenn wir unter dem Licht der Öffentlichkeit in all den Jahren gestanden hätten. Aber die Arbeit ist jetzt viel weiter und gut vorbereitet, um zu einer Weltregierung zu gelangen. Die übernationale Autorität und Kompetenz einer intellektuellen Elite und der Weltbänker ist sicher eher zu bevorzugen, als zu erlauben den einzelnen Nationen sich selbst zu entwickeln und zu verwirklichen, wie in der Vergangenheit geschehen”[12]

David Rockefeller ist ein sehr einflussreicher Amerikaner. Er kommt aus einer der reichsten Familien der Welt. Der Familie gehört ein Großteil der amerikanischen Ölindustrie sowie einige der größten amerikanischen Banken. David Rockefeller war immer auch politisch tätig, er war Direktor des Councils of Foreign Relations, Mitbegründer der Trilateralen Kommission und des internationalen Eliteclubs Bilderberger. Ab 1917 kaufte Rockefeller zusammen mit J.P. Morgan diverse große amerikanische Zeitungen auf.[13] Wir werden ihm in diesem Buch noch ein paar mal begegnen.

Heute hat sich der amerikanische militärisch-industrielle Komplex dahin entwickelt, dass er die Hälfte des amerikanischen Bruttosozialproduktes aufsaugt. Offizielle 54% der von den USA erhobenen Steuern fließen in die Militärausgaben. Weitere Ausgaben sind in anderen Budgets („supplemental appropriations“) versteckt.[14] Die Amerikaner geben soviel für’s Militär aus wie die nachfolgenden 12 Nationen der Welt zusammen, sie sind verantwortlich für 47% der Militärausgaben der ganzen Welt. 2007 gaben die USA offiziell 440 Mrd $ fürs Militär aus. Dazu kamen noch 60 Mrd $ für den Geheimdienst CIA.[15]

Der amerikanische Politiker Lyndon LaRouche beschreibt diese amerikanische Entwicklung denn auch folgendermaßen:

„Die USA begann ihren Charakter zu verändern. Seit dem Indochinakrieg gab es verschiedene Veränderungen, die sich unter Präsident Nixon konsolidierten – und Nixon war nur eine Marionette Henry Kissingers. Vorher waren wir eine Nation von Produzenten, danach nur noch eine von Verbrauchern.

Man kann es mit der Geschichte Roms vergleichen. Als Rom den Zweiten Punischen Krieg beendete, hatte sich die interne Kräftekonstellation in der Gesellschaft verändert. Statt des Roms von Cicero wurde es immer mehr das Rom von Cäsar, Tiberius, Augustus, Nero und Caligula – Leute, wie man sie in der heutigen Politik auch findet. Statt auf die eigenen produktiven Kräfte verließ Rom sich nur noch darauf, abhängige Länder auszuplündern.“

Ist es nicht so? Verfügen die Amerikaner heute nicht gerade so über deutsche Gel­der, Einrichtungen und Waffen, als wenn es ihr Eigentum wäre? Landen Sie ihre Kampflugzeuge und Bomber auf dem Weg in den Irak in Deutschland nicht so, als wenn das ihr eigenes Land wäre? Bricht amerikanisches Recht heute nicht deutsches Recht, oder warum haben letztlich amerikanische Gerichte über die Rechtmäßigkeit der deutschen Zwangsarbeiterzahlungen entschieden?

Aufklärung verschaffen die von den Alliierten mit Deutschland nach dem letzten Weltkrieg abgeschlossenen Verträge, die auch heute noch gelten. Deutschland erweist sich darin als immer noch von den Alliierten besetztes Land und ist demnach eigentlich noch nicht souverän, auch wenn die Regierung darüber hinwegtäuschen möchte. Wichtige Artikel des zwischen der BRD und den Besatzungsmächten nach dem zweiten Weltkrieg 1954 abgeschlossenen “Überleitungsvertrag” gelten nämlich unbegrenzt weiter.[16] [17]Schon im § 139 des Grundgesetzes heißt es:

„Die zur “Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus” erlassenen Rechtsvorschriften werden von den Bestimmungen dieses Grundgesetzes nicht berührt.“

Wobei der Erlasser dieser älteren Rechtsvorschriften der Kontrollrat der Alliierten war, der seine Vorschriften so verewigte. Und wie der Bundeswehrgeneral Schulze-Rhonhof aufdeckte und wie auch dem ehemaligen DDR-Volkskammer­mitglied Hans-Peter Thietz auffiel, musste sich die Bundesrepublik 1990 im Rahmen der Wiedervereinigung in einem Zusatzabkommen zum sog. „Zwei-plus-Vier-Vertrag,“ dazu verpflichten, Artikel des Überleitungsvertrages von 1954 in Kraft zu belassen.[18] Die BRD verpflichtete sich in dem Zusatzabkommen beispielsweise dazu, den Artikel 2 Absatz 1 aus dem ersten Teil des Überleitungsvertrages weiter anzuerkennen:

“Alle Rechte und Verpflichtungen, die durch gesetzgeberische, gerichtliche oder Verwaltungsmaßnahmen der alliierten Behörden oder aufgrund solcher Maßnahmen begründet oder festgestellt worden sind, sind und bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft, ohne Rücksicht darauf, ob sie in Übereinstimmung mit anderen Rechtsvorschriften begründet oder festgestellt worden sind.”

Damit müssen die historischen Ergebnisse der alliierten Geschichtsschreibung und die Feststellungen des Nürnberger Militärtribunals für alle Zeiten von der Bundesregierung geschützt werden. Das Tribunal stellte beispielsweise fest, dass in Auschwitz eine bestimmte Zahl von Juden vergast worden seien (Dokument USSR-008). Diese Zahl besteht heute als quasi-religiöses Dogma weiter, was dazu führt, dass heute noch, mehr als 60 Jahre später, jeder Deutsche, der eine andere Zahl behauptet, dafür ins Gefängnis geworfen wird. Deutsche, die sich hier eine freie Meinung erlauben oder die auch nur Details anzweifeln, werden ohne Rücksicht auf Kosten weltweit wie Terroristen gejagt, mit Überfallkommandos aus ihren Familien geholt, mit CIA-Spezialflugzeugen verschleppt, in Isolationshaft genommen und in Prozessen zu langen Haftstrafen abgeurteilt, in denen der Verteidigung keine Beweismittel erlaubt sind. Des weiteren verpflichteten sich die Regierenden der BRD gegenüber den Alliierten dazu, aus dem sechsten Teil des Überleitungsvertrages den Artikel 3 Absatz 1 zu erhalten:

“Die Bundesrepublik wird in Zukunft keine Einwendungen gegen die Maßnahmen erheben, die gegen das deutsche Auslands- oder sonstige Vermögen durchgeführt worden sind oder werden sollen, das beschlagnahmt worden ist für Zwecke der Reparation oder Restitution oder auf Grund des Kriegszustandes oder auf Grund von Abkommen, die die Drei Mächte mit anderen alliierten Staaten, neutralen Staaten oder ehemaligen Bundesgenossen Deutschlands geschlossen haben oder schließen werden.“

Mit anderen Worten, die deutsche Regierung versprach noch 1990, keine Einwände dagegen zu haben, dass die Alliierten Deutschland weiter plündern dürfen, bzw. vornehmer gesprochen, sich weiterhin deutsche Vermögen zum Zwecke der Reparation einverleiben. 1997 klagte ein Liechtensteiner, weil im Rahmen der Vertreibung der Sudetendeutschen Eigentum seines Vaters, ein Bild im Wert von einer halben Million DM, enteignet worden sei. Die deutschen Gerichte sahen den Vater trotz anderer Nationalität als Deutschen an und meinten, die Enteignung sei wegen des Überleitungsvertrages Teil VI Artikel 3 Absatz 1 in Ordnung so.[19]

Dass die Deutschen im eigenen Land nicht der Souverän sind, meinte dann auch der Europäische Gerichtshof in Straßburg. Als Lichtenstein danach nämlich Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof verklagte, stellten die Straßburger Richter – im Juli 2001 – fest, dass Deutschland ja noch den von den Siegermächten auferlegten Restriktionen unterliege.[20] Unabhängig von den Plünderungen der Nachkriegszeit ist es also so, dass immer noch neue Enteignungen dazukommen können. So wurden auch 2003 und 2007 noch Wohnhäuser von Deutschen enteignet, die vor 1945 kurz in jüdischem Besitz waren, auch wenn diese zwischenzeitlich einer Bank und nacheinander einer ganzen Reihe anderen Personen gehörten.

Am 30.11.2007 unterschrieben Bundespräsident Köhler, Bundeskanzlerin Merkel und Bundesjustizministerin Zypries schließlich das Gesetz zur Bereinigung des Besatzungsrechts, dass trotz seiner Wichtigkeit nie durch das Parlament gegangen ist:

“(1) Die von Besatzungsbehörden erlassenen Rechtsvorschriften (Besatzungsrecht), insbesondere solche nach Artikel 1 Abs. 3 des Ersten Teils des Vertrags zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. März 1955 (BGBl. 1955 II S. 301, 405) (Überleitungsvertrag), werden aufgehoben, soweit sie nicht in Bundes- oder Landesrecht überführt worden sind und zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens Regelungsgebiete betrafen, die den Artikeln 73, 74 und 75 des Grundgesetzes zuzuordnen waren.

(2) Von der Aufhebung ausgenommen ist das Kontrollratsgesetz Nr. 35 über Ausgleichs- und Schiedsverfahren in Arbeitsstreitigkeiten vom 20. Aug 1946 (Amtsblatt des Kontrollrats S. 174), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 9. Februar 1950 (Amtsblatt der Alliierten Hohen Kommission für Deutschland S. 103).”

Das zeigt einmal mehr, dass die von den Besatzungsbehörden für Deutschland erlassene Rechtsvorschriften bis auf den heutigen Tag gelten. Zwischenzeitlich erscheinen diese also fast restlos in Bundes- oder Landesrecht überführt worden zu sein. Es wundert deswegen nicht weiter, dass der ehemalige Amtschef des Militärischen Abschirmdienstes MAD, Gerd-Helmut Komossa, 2007 in seinem Buch „Die deutsche Karte“ schreibt, dass es einen Geheimen Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik und den USA/Alliierten vom 21. Mai 1949 gäbe, in dem grundsätzliche Vorbehalte der Sieger für die Souveränität der Bundesrepublik bis zum Jahre 2099 festgeschrieben wären,

1. ein Medienvorbehalt der Alliierten Mächte gegenüber deutschen Zeitungs- und Rundfunkmedien bis zum Jahr 2099,

2. die Goldreserven der BRD durch die Alliierten sollten gepfändet bleiben sollen, und

3. jeder Bundeskanzler vor Ablegung seines Amtseides die sogenannte Kanzlerakte unterzeichnen muss.[22]

Darin soll der Bundeskanzler anerkennen, dass die USA/Alliierten auf Dauer unkündbare Siegerrechte hätten und uneingeschränkt über Deutschland verfügen könnten. Egon Bahr beschreibt in einem Artikel der Zeit, wie der frisch zum Bundeskanzler gewählte Willy Brand sich zunächst dagegen sträubte, dieses „Unterwerfungsdokument“ zu unterzeichnen, es dann aber unterzeichnete, wie vor ihm schon Adenauer, Erhardt und Kiesinger.[29] Der Rechtsexperte Stefan-Andreas Görlitz meint sogar, dass auch heute alle vom deutschen Parlament verabschiedeten Gesetze vor ihrem Inkrafttreten erst noch der Genehmigung durch die USA bedürften.[23]

Dieses Schema der Aufzwingung eigener Gesetze setzten die USA auch in anderen Ländern um. Auch die für den Irak 2004 mit amerikanischer Unterstützung erstellte Verfassung sieht vor, dass die von den Besatzungstruppen erlassenen Gesetze und Verordnungen in der Zukunft des Iraks bestehen bleiben müssen.[24]

Bei der Umsetzung der amerikanischen Vormachtstellung sollen Besatzungssoldaten und eine überlegene Menge an Waffen helfen. Schon Roosevelt hielt es bei den Verhandlungen zum Ende des zweiten Weltkriegs für richtig, dass nur die USA, England, China und Russland in größerem Stile Waffen haben dürften. Zum Teil setzt sich diese Auffassung heute im Sicherheitsrat der UNO fort. Weitere Länder sollen keine Massenvernichtungswaffen besitzen dürfen, während die USA selbst über 10.000 Atombomben horten und diese zu einem vielfältigen Arsenal weiterentwickeln. Allein für die Weiterentwicklung taktischer Atomwaffen auf der Basis ihrer Atombomben vom Typ B-61 und B-83 zur Sprengung von Bunkern waren 2004 mehrere 100 Mill $ vorgesehen. Die US-Regierung hofft heute offensichtlich dahin zu kommen, die einzige Nation mit Atomwaffen zu sein, um den Rest der Welt damit unterdrücken und erpressen zu können. In einem Dokument des National Defense Councils kann man folgendes lesen:

“Atomwaffen werden weiterhin eine entscheidende Rolle spielen, denn sie besitzen einzigartige Fähigkeiten, die zuverlässige militärische Optionen bieten, um ein weites Spektrum von Zielen zu gefährden, die für den Einsatz eines möglichen Gegners von Massenvernichtungswaffen oder‚ groß angelegten konventionellen Streitkräften wichtig sind.” …

“Das Ziel bei dem Besitz nuklearer Waffen hat vier Teile: Alliierte und Freunde zu versichern, Mitbewerber abzubringen, Angreifer abzuschrecken und Feinde zu zerstören.”
Und dem Dokument „Future Strategic Strike Forces“ des Defense Science Board vom Februar 2004 kann man entnehmen, dass die US-Regierung zwei Arten von Feinden unterscheidet: mit vertretbarem Risiko zu entwaffnende Terroristen- und Schurkenstaaten, sowie größere Mächte mit Massenvernichtungswaffen, die die USA direkt angreifen könnten. Bei den kleinen Schurkenstaaten, die die USA nicht angreifen könnten, wird empfohlen, einfach die politische Führung zu eliminieren. Bei den größeren müsse man dagegen die politische Führung regierungsunfähig machen.[25]

Für die nächsten 10 Jahre rief der Plan der Bush-Regierung zum Aufbau eines Vorrats intakter Atomwaffen und Waffenkomponenten auf, der ungefähr sieben bis neun Mal größer ist, als das öffentlich bekannt gegebene Ziel von 1.700 bis 2.200 einsatzfähiger Waffen. Im Gegensatz zu der öffentlich verkündeten Politik, die Anzahl der Atomwaffen zu reduzieren, ist die Realität das exakte Gegenteil. Die Bush-Regierung plante ein Potential von bis zu 15.000 einsatzbereiten Atomwaffen.[26]

Besitz von Massenvernichtungswaffen. [27]

Man sollte sich dabei vergegenwärtigen, dass die US-Regierung nach dem Einsatz von Atomwaffen 1945 in Hiroshima (70.000 Sofort-Tote, 250.000 insgesamt) und Nagasaki (40.000 Sofort-Tote, 200.000 insgesamt)[28] auch im Koreakrieg, dem Vietnam-Krieg und im Sechstagekrieg Israels den Einsatz von Massenvernichtungswaffen geplant hatte, wenn diese Waffen dann auch nicht zum Einsatz kamen.

Im Rahmen ihrer Doktrin der Full Spectrum Dominance wünschen sich die USA, dass Spitzentechnologien ausschließlich in ihrem Land entstehen und im Ausland nur technologisch minderwertige Waren. Ihre Technologie soll dann zu überzogenen Preisen an die Tributnationen verkauft werden. Deswegen hat Deutschland heute auch keine nennenswerten Flugzeugfirmen mehr, während es 1940 in Deutschland zwanzig bekannte Flugzeugfirmen gab. Die U-Bootfirma HDW ist vor kurzem in amerikanische Hand übergegangen, und der Transrapid wurde abgesagt. Nur gelegentlich flutschen Entwicklungen durch.

Politisch gehen die USA rigoros gegen einzelne Nationen vor, die ihnen nicht passen. Zero Tolerance. Jemand ist entweder Freund oder Feind. Es wird versucht, eine jede Nation zu überwachen und auszuspionieren. Personen, die die Massen gefährlich für sozialistische Ideen begeistern könnten, lässt man auch schon mal beseitigen. Politiker und Wissenschaftler, die sich für die falschen Dinge interessieren, outet man oder macht sie wirtschaftlich fertig. Skrupellose, brutale Härte zeichnet den heutigen Charakter der US-Elite.

Mehr und Mehr bekommt die US-Regierung heute aber auch die Auswirkungen ihrer Politik zu spüren: Sie werden für viele zu einer verhassten Nation, und ehemalige Verbündete trauen ihnen nicht mehr. Und ohne Vertrauen laufen die Geschäfte nicht. Viele ihrer Firmen gehen Pleite. Ihre internationalen Fluglinien gehen ein, denn mit amerikanischen Linien zu fliegen ist den Menschen zu gefährlich geworden. McDonalds muss sich aus immer mehr Ländern zurückziehen, da in manchen Ländern die Geschäfte stellvertretend für die amerikanische Regierung mit Steinen beworfen werden.

Quellenverweise:

[1] Alex Jones: The Obama Deception. video.google.com, 14.3.2009.[2] Matthias Bröckers: Ein dummer, kleiner Kommunist, telepolis, 22.11.2003.[3] Executive Order 11110 vom 4.6.1963. Schon die Ermordung des US-Präsidenten Abraham Lincoln wird damit in Zusammenhang gebracht, dass dieser sich den privaten Banken mit der Herausgabe zinsfreier Schuldscheine widersetzte. Siehe Ellen H. Brown: Der Dollar Crash, Kopp Verlag, 2008.[4] M.O.Williams: Der Mord an John Kennedy Junior, Magazin 2000, 2003.[5] Richard C. Hoagland & Mike Bara: Dark Mission. The Secret History of a NASA. Feral House, Los Angeles, 2007. Die Autoren meinen, wegen des Angebots der Zusammenarbeit an die Sowjetunion sei Kennedy erschossen worden.[6] Arrogance and Ignorance, www.tompaine.com, 19.05.03.[7] Z. Brzinski: Die einzige Weltmacht.[8] Allgemeine Preussische Zeitung, 21.06.2003. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass die BRD in den Verhandlungen mit der DDR den Herren Modrow und DeMeziere zusagte, dass das sozialistisch enteignete Vermögen den Menschen und Firmen nicht zurückgegeben werden sollte.[9] Aus Artikel 22 der Völkerbundsatzung von 1919, die auf Initiative des damaligen US-Präsidenten Woodrow Wilson in Genf ins Leben gerufen wurde. Rudolf Maresch: Der Nomos der Erde, Telepolis, 4.5.2003.[10] http://www.iacenter.org[11] Rede von John F Kennedy vor der American Newspaper Publishers Association, Waldorf-Astoria Hotel, New York, 27.4.1961.[12] David Rockefeller: Memoirs, 2002.[13] Ellen H. Brown: Der Dollar Crash, Kopp, 2008, S. 163 ff.[14] Paul B. Farrell: Americas Outrageous War Economy. The Wall Street Journal, 18.8.2008.[15] Florian Rötzer: US-Geheimdienste erhalten jährlich 60 Milliarden US-Dollar. Telepolis, 11.06.2007. Die 60 Mrd $ beziehen sich auf 2005; 2007 könnten es mehr gewesen sein.[16] Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen, 23.10.1954, veröffentlicht im BGBl II am 31.1.55.[17]Wilhelm Grewe: Deutsche Außenpolitik der Nachkriegszeit, Stuttgart 1960, Seite 68[18] Vereinbarung vom 27/28.9.1990 zu dem Vertrag über die Beziehung der Bundesrepublik Deutschland und den drei Mächten sowie zu dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen, veröffentlicht als Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt 1990, Teil II, S.1386 ff.[19] Entscheidungen des Bundesverfassungsgericht, BVerfG, 2 BvR 1981/97 vom 28.1.1998, Absatz-Nr. (1-13).[20] Martin Schmidt: Juristische Hasadeure, Preußische Allgemeine Zeitung, 44, 1.1.2003, S.7.[21]Bundesgesetzblatt I Nr. 59 vom 29. Nov 2007, S. 2613 ff.[22]Gerd-Helmut Komossa: Die deutsche Karte. Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste. Stocker, 2007. Das Buch war bereits ein halbes Jahr nach Erscheinen so gut wie nicht mehr zu bekommen.[23] Stefan-Andreas Görlitz: Private Beamte, Gesetze ohne Geltungsbereich, Amtsträger ohne Legitimation? Vortrag, www.wahrheiten.org, 12.01.2009.[24] Hans Gerhard Weber: Nicht so brutal. Junge Welt, 30.3.2004.[25] Ottfried Nassauer: Das zweite nukleare Zeitalter. Frankfurter Rundschau online, 1.5.2004.[26] William Bowles: Lieber vorsorglich eine Atombombe drauf, www.freace.de, 09.06.2003.[27]www.boycottbush.com, 25.5.2004.[28] PRAVDA, 7.4.2003,english.pravda.ru/mailbox/22/98/386/10400_Wars.html
[29] Egon Bahr: Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis.www.zeit.de/, 14.05.2009

Über totoweise

Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben. Sieg oder Spott, folg deinem Gott!
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