General Leclercs Kriegsverbrechen

Es ist allgemein bekannt, daß der französische General Lecleres am 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, in Bad Reichenhall zwölf französische Freiwillige der Division „Charlemagne“ ohne Gerichtsurteil erschießen ließ – ein Kriegsverbrechen. Erst später km heraus daß seiner, Leclercs, Division auf ihrem Weg von der Normandie bis ins Berchtesgadener Land noch zahlreiche weitere Kriegsverbrechen beging und zu verantworten hat, ohne daß je einer der Täter zur Verantwortung gezogen worden wäre. Im Gegenteil: „Hauptschuldige machten große Karriere im Nachkriegsfrankreich.

Wie Studiendirektor a.D. Friedrich Pohl berichtete(1) hat sich der französische Geschichtsforscher Daniel Guérain mit diesem heißen Eisen befaßt, im Zuge seiner Nachforschung deutsche und französische Zeitzeugen befragt und die Orte der Kampfhandlungen aufgesucht. Er hat seine Erkenntnisse in dem Buch „die Kehrseite der Legende, Geschichte einer Befreiung“(2) niedergeschrieben.

Der Historiker gibt die Berichte von Augenzeugen, auch aus der französischen Division, wieder, Sie berichten von zahlreichen, oft grausamen Norden an deutschen Gefangenen, besonders an Angehörigen der Waffen-SS. So hätten zum Beispiel Soldaten der Division Leclerc deutsche Gefangene mit Benzin übergossen und verbrannt. Auch auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris sei es zu einem Massaker an Hunderte von deutschen Kriegsgefangenen gekommen, die durch Leclercs Panzer niedergewalzt wurden(3). Besonders brutal sei dabei der damalige Leutnant Robert Galley vorgegangen. Der französische Soldat Albert Bisson schildert, wie es bei Andelot (Département Haute-Marne) zu heftigen Kämpfen der französischen Einheiten mit deutschen Truppen gekommen sei. Die Franzosen erlitten Verluste, doch dann brach der deutsche Widerstand zusammen. Eine große Zahl von „Boches“, wie der Soldat sich ausdrückte, ergab sich: „Schon nähern sich weitere 500 Kriegsgefangene. „wartet! Ruf Leutnant Galley … Er läßt die Deutschen in eine Scheune treiben, setzt seine Panzer davor und befiehlt über sein Mikrofon: „Turm nach links. Stop! Handgranate! Feuer!.“ Die Granate explodiert … inmitten des Haufens der Boches. Die Splitter zerreißen ihre Körper, Körperteile kleben an den Balken der Scheune. Wir erledigen mit dem Maschinengewehr alle, die noch leben. Heute ist der Tag der Rache!“

Obwohl sich Leutnant Galley noch weiterer Kriegsverbrechen schuldig machte und, wie Studiendirektor Pohl, sich dieser Schandtaten offen im Fernsehen rühmte, konnte er Minister unter de Gaulle, Pompidou und Giscard d’Estaing werden und als Schatzmeister der Partei des französischen Staatspräsidenten Chirac tätig sein..

Über die berühmt-berüchtigte Division Leclerc schrieb später ein früherer Angehöriger: „Diese Division hat bei den Französen einen schmeichelhaften und weitgehend ungerechtfertigten Ruf gehabt und wird ihn bestimmt noch lange Zeit haben. Sie ist Bestandteil des gaullistischen Mythos, und so noch dieser lebendig bleibt, wird die „Armee Leclerc“ viele andere verdienstvollere und weniger glückliche Einheiten in der Geschichte überstrahlen. …. Die 2. DB (2. Panzerdivision), die zur Pflege des Lothringer Kreuzes in Operationen von hohen Prestigewert, aber geringem Risiko (wie die von Paris, Straßburg und Berchtesgaden) hinein katapultiert wurde, hat unter allen Umständen von der erdrückenden Macht der Amerikaner profitiert und aus diesen leichten Siegen einen ziemlich widerlichen Überlegenheitskomplex gezogen. Mit den Federn des amerikanischen Pfaus und der aufgesetzten Leclerc Aura geschmückt, konnte sich selbst der schlechteste Freiwillige praktisch alles leisten und sogar jede andere französische Militäreinheit verachten, beispielsweise durch die Weigerung, Offiziere, die nicht der 2. DB angehörten, zu grüßen … Vor und nach der Einstellung der Feindseligkeiten beging die 2. BDB in Bayern Ausschreitungen und Plünderungen in solchem Ausmaß, daß die angewiderten Amerikaner selbst bereits nach einem Monat deren Ausweisung aus ihrer Besatzungszone forderten“(4)

Über der französischen Kriegsverbrechen an der deutschen Bevölkerung in Stuttgart berichtet ein anderer Beitrag(5).

Anmerkungen
1 Friedrich Karl Pohl, in „Soldat im Volk“, November 2000, S. 270 f,
2 Daniel Guérain, L’Envers de la Légende..Historie d’une libération,“ Bonneville 2002
3 Philippe Gautier, „Deutschenangst – Deutschenha+“, Grabert, Tübingen 1999, S. 135 – 139
4 Gautier, aaO. S. 137 ff
5 Beitrag „Französische Verbrechen in Stuttgart 1945“
Randulf Johan Hansen¨

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