Freimaurer ordnen Mitteleuropa

Ein Gärungsprozeß der europäischen Völker kam 1848 zum Ausbruch. Revolutionen in Berlin, Wien und Paris und den deutschen Staaten ließen die Fürsten aufhorchen. Bricht ein neues Zeitalter an, fragte man sich?

Schon 1832 versammelten sich Tausende Deutsche zu dem Hambacher Fest. Unter einer Flut von schwarz-rot-goldenen Fahnen forderte man die Ausrufung eines Deutschen Reiches in Freiheit.

Die Sehnsucht nach dem einigen Deutschen Reich kam in der Revolution 1848 erneut zum Durchbruch. Im März wurden in Berlin Barrikaden errichtet, und es kam zum Volksaufstand, geführt von Studenten und Arbeitern. Der Aufstand war so mächtig, das selbst die königlichen Truppen geschlagen wurden. Der Straßenkampf erforderte viele Tote. Um ein weiteres Blutvergießen zu vermeiden, ließ der König die Truppen von Berlin abziehen. Selbst das Königshaus erwies den Toten die letzte Ehre und man trug eine schwarz-rot-goldene Armbinde. Die Forderungen, soweit sie in Preußen durchführbar waren, wurden erfüllt.

Bei einem Umritt durch Berlin wurde dem König eine schwarz-rot-goldene Fahne vorangetragen. In einem Aufruf hieß es dann „Heil und Segen dem König der freien, wiedergeborenen Nation!“ Als dann der Ruf erschallte: „Es lebe der Kaiser von Deutschland“ wies Friedrich Wilhelm dies Ansinnen zurück, denn er wollte nicht in Konkurrenz zum Kaiser von Österreich treten. In einem Aufruf sagte er: „Ich habe heute die alten deutschen Farben angenommen und mich und mein Volk unter das Banner des Deutschen Reiches gestellt.“

Am 18. Mai 1848 trat in der Paulskirche in Frankfurt die Nationalversammlung des deutschen Volkes zusammen. Unter der Devise „Das ganze Deutschland soll es sein“ begann die Debatte. So sollte der Vielvölkerstaat Österreich nicht zum deutschen Bundesstaat gehören. Die Abgeordneten wünschten die kleindeutsche Lösung und stimmten für den preußischen König als künftigen deutschen Kaiser.

In Wien hatte die Revolution ähnlich begonnen wie in Preußen und den deutschen Kleinstaaten. Radikale demokratische Studenten bildeten die Speerspitze einer breiten Volksbewegung. In den Wiener Vorstädten tobte eine Arbeiterrevolte. Fabriken wurden gestürmt und besetzt, gleichzeitig Geschäfte geplündert. In den italienischen Provinzen, in Ungarn und Böhmen kam es zu nationalen Aufständen gegen die habsburgische Kaisermacht. Die Regierung floh nach Innsbruck, und in wenigen Wochen war das Land handlungsunfähig. In Ungarn wurde die Republik ausgerufen. Darauf kam Zar Nikolaus den Österreichern zu Hilfe und schickte Truppen, die Ungarn wieder der österreichischen Monarchie zurückgewannen.

Unser Nachbar Rußland drohte mit bewaffnetem Eingreifen, falls die Revolution weiterginge, da die Russen ein Übergreifen auf ihr Land fürchteten. Die britische Botschaft in Berlin verlangte von der preußischen Regierung, sie müsse die Politik nach dem internationalen Recht ausrichten, das die deutschen Revolutionäre mit der deutschen Einigung zu überwinden suchten. In den Augen der europäischen Regierungen würde die deutsche Einigung die Prinzipien des europäischen Gleichgewichtes in Unordnung bringen. Bald demonstrierten britische Kriegsschiffe in der Nordsee, während russische Truppen an der preußischen Grenze aufmarschierten. Frankreich hingegen forderte Garantien für die fortbestehende Souveränität der deutschen Kleinstaaten.

Es dauerte nicht lange und die Revolution war gescheitert. Die Regierenden Europas hatten sich inzwischen vom Revolutionsschock erholt, und es blieb alles beim alten. Der Einigungsgedanke bestand im deutschen Volke aber weiter. Inzwischen war Bismarck Kanzler Preußens bzw. des Norddeutschen Bundes geworden, und Österreich gab nach dem Kriege 1866 die Zustimmung zur Neuordnung Deutschlands. Aus Süddeutschland strömten Bismarck nationale Gefühle entgegen. Selbst der Bischof von Mainz, Kettler, betrachtete die baldige Verwirklichung der deutschen Einheit als lebensnotwendig. Durch einen gemeinsamen Zollbund konnte die Wirtschaftsunion zwischen den deutschen Nord- und Südstaaten bereits verwirklicht werden.

Doch die Verwirklichung des Reichsgedankens konnte erst nach einem Krieg gegen Frankreich zustande kommen. Im Glauben an die Überlegenheit der französischen Armee und im Vertrauen auf die deutsche Uneinigkeit erklärte Frankreich unter Napoleon III. am 19. 7. 1870 den Krieg. Es ging den Franzosen um die Führungsstellung in Europa und um die deutsche Einigung zu verhindern. Die Franzosen wollten aber auch das Gebiet links des Rheins, also das heutige Land Rheinland-Pfalz. annektieren.

Die öffentliche Meinung in Europa und Amerika stand auf seiten Deutschlands bzw. Preußens. Preußen führte einen Blitzkrieg gegen Frankreich. Nach blutigen Schlachten in Lothringen wurden die Festungen Metz und Sedan im September eingeschlossen. Damit waren die wichtigsten Festungen Ostfrankreichs gefallen. Bismarck sagte nach der Schlacht: „Die letzten beiden Tage kosteten Frankreich 100 000 Mann und den Kaiser!“

Nach Verhandlungen mit den deutschen Fürsten gelang es dem Kanzler Bismarck, die Einigung Deutschlands herbeizuführen. König Wilhelm I. wurde darauf am 18. 1. 1871 zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Bismarck sagte später: „Es war eine schwere Arbeit, uns zusammenzubringen; schwerer aber dürfte es sein, uns zu trennen!“

Bei einem Sieg Frankreichs hatte er den Russen für seine Neutralität Danzig versprochen, während Dänemark Schleswig-Holstein bekommen sollte! Frankreich war also immer sehr großzügig, wenn es ums Verteilen deutschen Landes ging.

Das Deutsche Reich entwickelte sich nun allmählich zu einer bedeutenden Wirtschafts- und Handelsmacht. Um die deutsche Konkurrenz auf den Weltmärkten und im eigenen Lande auszuschließen, erließ das englische Parlament 1887 ein Gesetz, wonach deutsche Waren mit dem Makelzeichen „Made in Germany“ zu versehen waren. Die Engländer sollten also englische Waren kaufen. 1887 hatte England einen Welthandelsanteil von 16,7 %, während Deutschland mit 11,7% deutlich darunter lag. Vor dem Ersten Weltkrieg lag der englische Exportanteil bei 14%, während Deutschland am Welthandel bis auf 13,1 % aufgeholt hatte.

Werfen wir nun noch einen Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Trotz der Teilung Deutschlands hatte die Bundesrepublik 1986 am Weltexport einen Anteil von 11,6 % erreicht, während der englische Anteil bei 5,1 % lag.

Das, was einst zur Diskriminierung des deutschen Handels gedacht war, war nun zu einem Gütezeichen für Qualitätsarbeit und Zuverlässigkeit deutscher Produkte geworden. Nach der Feststellung des deutschen Wirtschaftsinstituts ist die Bundesrepublik Deutschland heute (1987) die größte Exportnation der Welt!

Aber noch etwas geschah im Jahre 1887. Frau Prof. Renate Riemeck schreibt in dem Buch „Mitteleuropa, Bilanz eines Jahrhunderts“, Fischer Verlag, daß aus zaristischen Geheimakten hervorgeht, wie eine Gruppe Freimaurer des englisch-französischen Großkapitals sich schon im Jahre 1887 vorgenommen hatte, Mitteleuropa zu zerschlagen. Gemeint war das Deutsche Reich, Österreich und das zaristische Rußland! Der damalige Prinz von Wales, der spätere König Eduard VII., Großmeister mehrerer englischer Logen, war die Schlüsselfigur dieser Verschwörung. Die Ursache dieses Bündnisses war der englische Handelsneid. Aus der Karte ersehen wir, wie man sich damals schon Deutschland vorstellte. Auf englischen Vorschlag erfolgte dann auch 1945 die Teilung Deutschlands zwischen Lübeck und Hof.

So ist die Zerschlagung Mitteleuropas und die Vertreibung von Millionen Deutschen im Jahre 1945 eine politische Tatsache geworden, das Konzept dazu wurde aber bereits vor 100 Jahren entworfen.

Dieselben Kräfte, die heute vom einigen Europa reden, haben damals Europa zerschlagen.

Quelle: Johannes Etzel in UNSER DANZIG 24 – 1987

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