Todestag des letzten deutschen Kaisers

Am 4. Juni 1941, um 12 Uhr 30, schließt der letzte Deutsche Kaiser 82jährig nach einer Lungenembolie in seinem Schlafzimmer in Doorn für immer die Augen.
Als letzte Worte werden überliefert:
„Ich versinke, ich versinke…“.
Trauerfeiern in Deutschland werden von den NS-Machthabern verboten. In nur kleinem Kreis wird der Kaiser seinem Testament gemäß in Doorn bestattet. Im Mausoleum im Garten von Haus Doorn ruhen noch heute seine Gebeine.
Er war ein ganz großer deutscher Kaiser. Er wollte ein Kaiser „aller Deutschen“ sein und Industrielle wie Arbeiter, Protestanten wie Katholiken unter seiner Krone einen. Im Bergarbeiterstreik von 1889 unterstützt Wilhelm II. die Forderungen der Arbeiter und erzwingt Lohnerhöhungen. Seine sozialen Bestrebungen führen zu zunehmenden Konflikten mit Reichskanzler Otto von Bismarck, der die Politik des Kaisers für zu sentimental hält.


Wilhelm II. Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen wurde am 27. Januar 1859 als ältester Sohn von Kronprinz Friedrich Wilhelm, dem späteren Kaiser Friedrichs III und seiner Gemahlin, Kaiserin Viktoria, in Potsdam geboren. Der Enkel Kaiser Wilhelm I. besuchte das Gymnasium im Nordhessischen Kassel, 1881 heiratete er Prinzessin Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, 1888 übernahm er die Krone von seinem Vater Kaiser Friedrich III., der nach nur 99tägiger Regierungszeit infolge eines Kehlkopfkrebses verstarb.

Zu seinen ersten politischen Aktivitäten zählten Reformen zur sozialen Besserstellung der Arbeiterschaft, von denen er sich eine Verbesserung des Verhältnisses zwischen Arbeiterschaft und Staat und Krone erhoffte. Über diese Reformen kam es mit dem langjährigen Reichskanzler Otto von Bismarck zu Meinungsverschiedenheiten, die 1890 zur Entlassung Bismarcks führten. Während der 30jährigen Regierungszeit Wilhelm II. erlebte das Deutsche Reich eine nie wieder erreichte wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Blüte, aus eigener Kraft und bei vollständiger Souveränität.

Während die Bevölkerungszahl von 1871 bis bis 1911 von 41 Millionen auf 65 Millionen Deutsche im Reichsgebiet stieg, stieg das Bruttoinlandsprodukt von 14,1 Milliarden Mark (1871) auf 48,4 Milliarden Mark (1913) zu, vervierfachte sich also in weniger als zwei Generationen nach der Reichsgründung. Angesichts dieser 400prozentigen Steigerung erscheint das Frohlocken, dass Journalisten und Politiker heute zeigen, wenn die ohnehin trübe Prognose nur um einige Zehntel Prozent übertroffen wird, geradezu Mitleid erregend. An den Universitäten stieg die Zahl der Studenten zwischen 1872 und 1912 von 22.892 auf 71.710. Allein an den preußischen Hochschulen nahm die Zahl der Professoren von 869 auf 2108 zu; die Anzahl der Lehrer an allgemeinbildenden Volksschulen von 48.211 (1871) auf 117.162 (1911). Dies alles wurde aber noch in den Schatten gestellt durch etwas, das kein anderer Staat der Erde in dieser Form zu bieten hatte: das fortschrittlichste und menschenfreundlichste Sozialsystem überhaupt. Bereits 1885 hatten die gesetzlichen Krankenversicherungen 4,2 Millionen Mitglieder, 1916 hatte sich die Zahl auf 15,6 Millionen erhöht. Gab es 1886 gerade einmal 286 Rentenempfänger, waren es 1914 bereits über 1 Million.

Wenn es 1914 einen Staat gegeben hat, der in einem Krieg am wenigsten zu gewinnen und am meisten zu verlieren hatte, dann war es das Deutsche Reich. Dies war auch den führenden Kreisen in Deutschland bewusst. Jahrzehnte lang hatte man den kriegerischen Ambitionen vor allem Frankreichs durch immer aufwendigere diplomatische Manöver Einhalt gebieten können, insbesondere Bismarck hat hier seinen Weltruf als Diplomat begründet. Doch am Ende zog sich die Schlinge doch zu und stellte die Verantwortlichen vor die Alternative, das Schwert zu ziehen, um vielleicht doch den befreienden Schnitt zu schaffen oder zwischen Frankreich und dem Beute hungrigen Zarenreich zermalmt zu werden. Gab es zu Beginn noch eine vage Hoffnung, die beiden weit überlegenen Gegner mit den Waffen in die Schranken zu weisen, musste diese mit dem Kriegseintritt des des Groß-Britannischen Weltreiches begraben werden. Groß-Britannien beherrschte damals ein Viertel der Erde und war schon zu dieser Zeit mit der kommenden Weltmacht USA eng verbündet.

Die Regierungszeit Wilhelms II. endete mit der zu erwartenden Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg. Am 09. November 1918 dankte er als Kaiser ab, am 28. November 1918 erklärte er aus dem holländischen Exil seinen immer währenden Thronverzicht. Versuche der Siegermächte Wilhelm II. in ihre Gewalt zu bekommen und in einem Schauprozess als Kriegsverbrecher zu diffarmieren scheiterten am hartnäckigen Widerstand der niederländischen Regierung. Mit ihrem Mut und ihrer Anständigkeit ersparten die Holländer so nicht nur dem Hause Hohenzollern sondern im Grunde allen Deutschen eine weitere tiefe Demütigung durch die perfide Willkür der Siegermächte. 1941 verstarb Wilhelm II. in seinem holländischen Exil in Dorn.

Wilhelm II. hatte eine Kindheit, wie man sie niemandem wünschen möchte. Nach einer schweren Geburt mit einem behinderten linken Arm versehen, waren seine ersten Lebensjahre von schmerzhaften Behandlungsversuchen geprägt. Möglicher Weise aber noch schlimmer als diese körperlichen Quälereien war das seelische Leid, dass der Knabe durch die Verachtung seiner Mutter, der ältesten Tochter von der englischen Queen Victoria erfuhr.

In Wilhelms qualvolle Kindheit ist hinsichtlich der Auswirkungen auf sein späteres Leben viel hineingedichtet worden. Fest steht nur weniges, und das wichtigste hiervon scheint mir zu sein, dass er sich nicht, sobald er dazu in der Lage war, in irgendwelche weltlichen Genüsse flüchtete, aristokratischer Lebemann oder umgekehrt tyrannischer Despot wurde, sondern seine ganze Kraft auf seine Pflichten als Staatsoberhaupt verwandte und alle seine Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen davon abhängig machte, ob sie zum Wohle des deutschen Volkes und des deutschen Reiches sein würden. Hierbei behielt er stets die Interessen aller Schichten im Auge. Wilhelm II. war wie jeder Mensch sicher nicht unfehlbar, in seiner Arbeit jedoch mehr als viele vor und nach ihm erfolgreich. In wirtschaftlicher, technologischer, kultureller, wissenschaftlicher und sozialer Hinsicht erlebte Deutschland die erfolgreichste Phase seiner Geschichte und übertrumpfte in wenigen Jahrzehnten alle alten Großmächte, selbst jene, die zur Erlangung und Sicherung des eigenen Wohlstandes im Unterschied zum Deutschen Reich fremde Länder und Kontinente nach Kräften ausbeuteten.

Zitat Kaiser Wilhelm zur einweihung eines Denkmals
Uns, dem deutschen Volke, sind die großen Ideale zu dauernden Gütern geworden, während sie anderen Völkern mehr oder weniger verloren gegangen sind. Es bleibt nur das deutsche Volk übrig, das an erster Stelle berufen ist, diese großen Ideen zu hüten, zu pflegen, fortzusetzen

und zuletzt ein Film von der Beisetzung des Kaisers


Möget ihr den deutschen Staat zerschlagen, Deutschland wird hoch aus den Trümmern ragen, Einer schon wollte uns Deutschland nehmen, doch Deutschland lebt zu tief in den Seelen. Deutschland ist weder Volksstamm noch Rasse, Deutschland ist Haltung, und niemals die Masse, Deutschland ist Pflicht nach Immanuel Kant, Deutschland ist Treue zu Volk und dem Land, Dienen der Sache bis in den Tod, Griff zu den Waffen, erst in der Not! In diesem Sinne….Pro Gloria Et Patria!

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Über totoweise

Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben. Sieg oder Spott, folg deinem Gott!
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